Aktionen

Bei vielen Aktionen sammeln wir Geld für die Menschen in Afrika. Besonders für den Kindergarten für die Kinder aus Brandt bei Chimala engagieren sich Kinder aus unserer Region.

Anstehendes Großprojekt: Bau einer Primary-School

Um den Kindern, die momentan den Kindergarten besuchen, eine bessere Schulbildung anbieten zu können, überlegen wir mit den Schwestern zusammen, ob der Bau einer Grundschule möglich wäre. Momentan werden unterschiedliche Projektverläufe diskutiert.

Variante 1: Jedes Jahr wird ein Klassenzimmer auf ein Fundament gebaut, welches der endgültigen Größe des Schulhauses entspricht.

Variante 2: Mit Finanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit wird das gesamte Schulgebäude in einem Jahr gebaut.

Für beide Varianten gibt es aus unserer Sicht Vor- und Nachteile, die wir mit den betroffenen Schwestern diskutieren.

Vor allem muss geklärt werden, ob es für den Betrieb einer Primary-School für alle Jahrgangsstufen Kinder gibt, die an einem Schulkonzept interessiert sind, wie es die Schwestern anbieten wollen, da diese Kinder dann ja aus einer staatlichen Primary-School in die Schule der Schwestern wechseln müssten.

Außerdem müssen weitere Faktoren besprochen werden, bevor dieses Projekt gestartet wird. Fragen sind zum Beispiel:

  • Höhe des Schulgeldes und Förderung von sozial benachteiligten Kindern
  • Finanzierung der Lehrkräfte und Rücklagenbildung für außergewöhnliche Ausgaben
  • Konzeption des Unterrichts und pädagogische Zielsetzungen im Vergleich zum staatlichen Schulsystem
  • Finanzierungsbedarf der Ausstattung der Schule inklusive Lern und Lehrmaterialien

Aktuell gibt es eine staatliche Grundschule im Umkreis von 15 km, die von 472 Schülern besucht wird. Eine andere private Grundschule unterrichtet 556 Kinder, allerdings ist diese sehr weit weg.

In einer Klasse der staatlichen Schule werden maximal 52 Kinder von einem Lehrer unterrichtet. Kritisiert wird von unseren tansanianischen Freunden, dass die didaktische (=Lehre vom Unterricht) Grundlage des Unterrichts auf Auswendiglernen und Aufsagen aller Lerninhalte beruht. Der Unterrichtsstoff wird so oft nicht verstanden sondern nur auswendig gelernt. Bereits im Kindergarten, der von den Schwestern geleitet wird, versuchen die Erzieherinnen alternative Konzepte zu verwirklichen. Dafür verwenden sie die Methode von Maria Montessori. Die Schule soll dieses Konzept weiterführen.

Das Tansanianische Schulsystem bemüht sich redlich um Reformen. Geprägt wurde das Grundschulsystem durch 3 Reformphasen des Staates.

1970 – 2000: Im Vordergrund des Unterrichts stand das Ziel, dass die Kinder zählen und lesen lernen. Einfache mathematische Operationen der Grundrechenarten standen im Vordergrund des Unterrichts. Die Erziehung zum selbständigen Arbeiten prägte das pädagogosche Leitbild.

2000 – 2014: In diesen Jahren lernten die Schüler lesen, schreiben und rechnen. Zusätzlich wurde der Geschichtsunterricht in die Grundschule eingeführt. Außerdem wurden Grundlagen zum Erwerb der Englischen Sprache gelegt. Das erlebten wir selbst vor Ort, in dem die Kinder ihre Englisch Kenntnisse bei uns ausprobierten. Allerdings wurde der Unterricht eher vom Prinzip des unselbständigen Lernens geprägt. Das Nachsagen erlernter Phrasen war Ziel des Lernens.

2014 – 2020: Bis zum Jahr 2020 will man im staatlichen Schulsystem erreichen, dass Kinder bevorzugt das selbständige Arbeiten erlernen.

Wir unterstützen beim Aufbau einer Grundschule das pädagogische Konzept der Schwestern orjentiert an Maria Montessori Schulen. Durch Materialien sollen Kinder Lernereignisse erleben und ihre kognitiven Fähigkeiten entwickeln.

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Fertigstellung des Schwesternwohnhauses

Im Jahr 2017 wurde vom Verein „Die Brücke e.V.“ der Neubau eines Schwesternwohnhauses auf dem Gelände der Schwesternschaft finanziert und begleitet.

Die Schwestern benötigten dringend Wohnraum, da viele Mitglieder des Konvents ihren Lebensmittelpunkt aus Platznot nicht in Brandt bei den anderen Schwestern hatten.

Gleichzeitig war es den Vereinsmitgliedern wichtig, dass die Herstellung der Module und der Aufbau erdbebensicherer Gebäude an einem kleineren Projekt geübt wird, da der Bau einer Grundschule als nächstes Projekt vorgesehen ist.

Aus diesem Grund begannen wir das Bauprojekt mit einem halben Gebäude, welches aus 3 Zimmern bestand. Nach der Fertigstellung wurde die zweite Haushälfte errichtet.

Der Vorteil dieser Bauweise ist, dass die Gebäude nach Belieben und Bedarf Stück für Stück durch das Anschrauben zusätzlicher Module vergrößert werden können, ohne, dass statische Probleme entstehen.

Alinaswe, unser Mitarbeiter vor Ort, wuchs so Stück für Stück in das Baumanagement hinein. Zahlreiche Herausforderungen galt es für ihn zu bewältigen. Erfahrungen musste er selbst sammeln.

Der Bau des Fundamentes war für ihn Routine, da unser Bausystem in ortsübliche Bauverfahren integriert ist.

Alinaswe musste in Dar Es Salaam einen Stahlhändler ausfindig machen, der die benötigten L-Profil Stahlträger liefern kann. Außerdem verhandelte er einen guten Preis. In Tansania gilt dafür der Weltmarkt- Stahlpreis plus ein landesspezifischer Einfuhrzoll. Ein 6m langer, 2 mal 11cm breiter und 9mm dicker Stahlträger kostet in Dar Es Salam zwischen 40 und 50 Euro. In Mbeya wird das teuerer, weil hier Transportkosten einberechnet werden und Gewinne für einen Zwischenhändler.

Der Transport des Stahls gestaltete sich wegen des hohen Gewichts als kompliziert. Alinaswe musste einen Spediteur finden, der den Stahl zu einer leichten Beifracht nach Brandt transportierte. Die Bahn konnte den Auftrag organisatorisch noch nicht abwickeln. Wir hoffen auf eine Verbesserung der Infrastruktur in diesem Bereich, da Chimala einen Bahnhof mit Abstellgleis an einer wichtigen Bahnlinie besitzt.

Der ortsansässige Schweiser stellte die Module inklusive aller Bohrungen zu einem Festpreis her. Auf diese Weise kostete ein Modul ca. 130 bis 160 Euro, je nach Ausführung.

Auf Anregung der Großheppacher Schwesternschaft, die eine intensive Beziehung zu den Schwestern pflegt, wurden in das Gebäude Bäder eingebaut, so dass für tansanianische Verhältnisse komfortable Wohneinheiten entstanden.

Der Bau des gesamten Wohnhauses mit 6 Zimmern für je 3-4 Schwestern (nach Auskunft der Schwesternschaft) kostete mit dieser Baumethode inklusive Elektrifizierung und Sanitäreinrichtungen 20 000 Euro. Finanziert wurde das Projekt durch Spenden und mit Unterstützung der Metzler Bank Stiftung.

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Besuch im Iran – Erdbebensicheres Bauen

An einer Bildungsreise des ev. luth. Bildungswerk Neu-Ulm in den Iran, nahm Michael und Susanne Herold, so wie unsere Vorsitzende Ute Fischer mit ihren Kindern teil. Neben touristischen Atraktionen, interessanten Begegnungen mit verschiedenen Menschen, gab es auch ein Treffen mit Professor Dr. Jamschid Parvizian von der Universität Isfahahn. Dieser Kontakt besteht schon seit einigen Jahren zu unserem Verein, vermittelt durch Herrn Prof. Dr. Pegels, der die Statik des Bausystems unseres Kindergartens berechnete.

Jamshid konstruiert im Iran erdbebensichere Gebäude in einer von ihm geleiteten Fabrik und verwendet dazu ein ähnliches System wie wir in Afrika. Er unterrichtet Konstruktionswesen an der Universität Isfahan. Unsere Bauphasen hat er intensiv verfolgt. Er wäre an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert, weil wir es geschafft haben, das Bausystem vor Ort in Tansania fertigen zu lassen. Dabei interessierte er sich vor allem für die didaktischen (Didaktik = Lehre vom Unterricht) Kompetenzen, die im Laufe der Jahre um unser Projekt herum entstanden sind. Prof. Dr. Parvizian bemüht sich ebenfalls, Dorfbewohner im Iran für den Bau solcher erdbebengeschützter Häuser zu gewinnen.

Besonders beim Wiederaufbau vom Irak und Syrien sieht er einen großen Bedarf an einfachen, erdbebensicheren und günstigen Häusern für Schulen, Kliniken und auch im Wohnhausbereich.

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Dieses Jahr keine Ostereiersuchaktion!

In diesem Jahr findet aufgrund von Terminüberschneidungen keine Ostereiersuchaktion im Birketwald statt.

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Brunnenbau in Ihahi

Der Bau des Brunnens für die Menschen in Ihahi geht gut voran. Nachdem der Brunnen bei einem Regenguss vollgelaufen war, konnten jetzt die Arbeiten des Ausschachtens fortgesetzt werden.

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„Wohnzimmerchor“ in Leipheim

Am Sonntag, den 27. Dezember 2015 gestaltet der „Wohnzimmerchor“ aus Augsburg unter der Leitung von Erich Broy einen Gottesdienst in der St. Veits Kirche in Leipheim. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wird dem Verein „Die Brücke e.V.“ eine Spende überreicht, die wir für die Kinderarbeit in Tansania einsetzen werden.

St. Veitskirche Leipheim, Kirchplatz 1, 89340 Leipheim
Gottesdienst mit dem Wohnzimmerchor, Sonntag, 27. Dezember 2015, 17 Uhr

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Weihnachtsmarkt 2015

In der Zeit vom 2. bis 5. Dezember war der Verein „Die Brücke e.V.“ mit einem Stand am Günzburger Weihnachtsmarkt vertreten. Verkauft wurden Schmuck und Dekorationsartikel aus Tansania, wunderschöne Tonschalen, die auf der Innenseite mit Goldlack verziert waren (Spende der Berufsschule Günzburg), handgestrickte Schals, Mützen und Dreieckstücher (Spende von Frau Ihle Leipheim), selbst hergestellte Liköre mit Früchten aus dem Garten (hergestellt von Susanne Herold), Weihnachtskarten und Lose für eine Tombola.

Die Preise wurden von Geschäftsleuten aus der Region gestiftet. Die Einnahmen des Standes werden für den Bau des Wohnhauses für die Schwesternschaft eingesetzt.

Weihnachtsmarkt 2015

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Vortrag in Dillingen

Vereinsmitglied Erwin Mahler organisierte unter der Verantwortung vom Weltladen Dillingen einen Vortrag für die Gäste aus Tansania in Dillingen. Im Gemeindehaus der evangelischen Kirche trafen sich ca. 50 Zuhörer. Die Gäste aus Tansania, Pastor Eliad Siwelwer, Schwester Angelista und Schwester Agnes erzählten vom Alltag auf dem Land und vom Leben in der Schwesternschaft Ushirika wa Upendo. Über die Arbeit des Vereins „Die Brücke e.V.“ informierte Michael Herold.

Frau Monika Busch, Weltladen-Bildungsreferentin und Frau Barbara Friese vom Aktionsbündnis „Frauen aktiv“ Dillingen überreichten der Schwesternschaft eine Spende über 600 Euro für Bedürfnisse von Kindern in Not in Tansania.

Spendenübergabe von "Frauen aktiv" Dillingen

Spendenübergabe von „Frauen aktiv“ Dillingen

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Besuch aus Tansania

Eliad Siwelwer, Schwester Angelista und Schwester Agnes waren in Deutschland zu Besuch bei der Großheppacher Schwesternschaft. An drei Tagen kamen sie dann auch nach Günzburg.

Die Anreise gestaltete sich mehr als kompliziert. Die Reisepässe wurden nicht rechtzeitig für die Visaanträge fertig. Man musste nach Dar es Salaam fliegen, um die nötigen Papiere einreichen zu können. Bei der Anreise zum Flughafen erlitten die Gäste zudem einen Autounfall, bei dem das Schwesternschaftsauto schwer beschädigt wurde.

Bei einem ersten Treffen in Beutelsdorf ging es um Fragen nach der Struktur der Schwesternschaft Ushirika wa Upendo. Auch Fragen zur Finanzierung der Schwesternschaft wurden diskutiert. Schwester Agnes ist seit einigen Monaten für die Finanzen der Schwesternschaft verantwortlich.

Die „Übergabe“ der Besucher fand nach drei Tagen in Ulm statt. Dort trafen wir noch Mark Bittmann. Gemeinsam besuchten wir einen Baumarkt um dort nötige Artikel für das Brutschrankprojekt zu besorgen.

Am Abend hielten die Gäste einen Vortrag in Dillingen. Dort überreichte das Aktionsbündnis „Frauen aktiv“ eine Spende.

Am nächsten Tag besuchten die Besucher die Schüler der Heinrich-Sinz-Schule. Bei einem gemeinsamen Frühstück informierten sie sich über das Brutschrankprojekt, welches von den Schülern der 9. Klasse entwickelt wurde. In einem sehr persönlichen Gespräch konnten die Schüler Fragen über den Alltag der Schwestern stellen. Aber auch die Schwestern hatten Fragen an die Schüler. Insbesondere ihr Familienleben interessierte die Gäste aus Tansania. Das Verhältnis der Generationen untereinander ist in Tansania ein sehr wichtiges Thema. Bei jeder Begegnung wird sich zuerst über das Wohlergehen der Familie ausgetauscht.

Am Nachmittag besuchten die Gäste Augsburg. Das Mutterhaus der Schwesternschaft Ushirika wa Neema in Moschi wurde in den 70 Jahren von den Augsburger Schwestern gegründet und aufgebaut. Einige Schwestern aus Moschi arbeiten in Augsburg für ein soziales Jahr. Die Freude über die Begegnung mit alten Bekannten war groß. Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken wurden Neuigkeiten ausgetauscht. Im Anschluss besichtigten wir das Mutterhaus in Augsburg. Bei einem gemütlichen traditionellen Abendessen ließen die Besucher den Tag ausklingen.

Der nächste Tag begann mit einer Betriebsbesichtigung der Firma: Günzburger Steigtechnik, Die Funktionsweisen von Schweißrobotern und CNC Maschinen waren für alle Besucher ein faszinierendes Erlebnis. Ferdinand Munk Junior führte die Gruppe durch die vielen Hallen. Am ende gab es noch eine gemütliche Brotzeit.

Felix Veitenhansel, Lehrling bei der Firma Schleifer in Günzburg, führte die Gäste durch die heiligen Hallen des Unternehmens, wo es unglaublich schöne Oldtimer zu bestaunen gab.

Am Nachmittag überraschte uns Thomas Grandel mit dem Angebot, den tansanianischen Gäste mit einem Ultraleichtflugzeug Günzburg aus der Vogelperspektive zu zeigen. Ein unglaubliches Abenteuer. Besonders Schwester Agnes konnte nicht schnell genug in das Flugzeug klettern.

Am frühen Abend ging es dann mit dem Zug zurück nach Stuttgart, wo Eliad, Schwester Agnes und Schwester Angelista von Herrn Pfarrer Wünsch vom Bahnhof abgeholt wurden.

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Vortrag „Alltag auf dem Land in Tansania“

Schwester Agnes, Schwester Angelista und Eliad Siwelwer aus Tansania berichten am Montag, den 19. Oktober 2015 über den Alltag in Brandt / Ihahi. Michael Herold berichtet im Anschluss über besondere Herausforderungen bei Projekten, deren Ziel es ist, Landflucht zu bekämpfen.

Gemeindehaus der ev. Katharinenkirche
Martin-Luther-Platz 1
89407 Dillingen a.d.Donau

Montag 19. Oktober 2015 um 19 Uhr

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