Eindrücke aus Tansania: Reisekosten

Damit unsere Urlaubsbilder aus Sansibar nicht zu falschen Eindrücken oder Erwartungen bei möglichen zukünftigen Vereinsmitgliedern führen:

Sämtliche Reisekosten und Spesen (dazu gehören auch Geschenke an Gastgeber) sind von den Reisenden selbst zu finanzieren. Weiterlesen →

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Eindrücke aus Tansania: Gruß aus Sansibar

Mit der Fähre geht es nochmals nach Sansibar. Jetzt ist es Zeit zum Entspannen. Wir merken erst jetzt, wie anstrengend alles doch auch war.

Den Abend verbrachten wir im historischen Stadtteil Stone Town und trafen uns mit einen Cousin von Alinaswe, der Leiter einer Versammlung nach Johannes Hus ist. Er ist ein sehr sympathischer und humorvoller Mann.

Tobias grüßt alle, die ihn kennen. Gegengrüße werden im Kommentarfeld gerne entgegengenommen.

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Eindrücke aus Tansania: Mbeya – Dar es Salaam

Wir fliegen mit Alinaswe nach Dar es Salaam. Dort treffen wir uns mit Gerald zum Abendessen. Tobias und ich sind überglücklich, dass wir nicht mit dem Bus fahren müssen. Eine Stunde Flugzeit anstelle von einem Tag auf der gefährlichsten Straße der Welt…

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Eindrücke aus Tansania: Besuch bei Flora

Am Nachmittag besuchten wir Flora und ihre Mutter. Flora ist eine Schlüsselperson für uns in Chimala, die längere Zeit in Deutschland lebte und zwischen den Kulturen vermitteln und erklären kann.

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Eindrücke aus Tansania: Einführung Dekan von Chimala

Heute wird der neue Dekan des Bezirks Chimala, Award Lyswene, feierlich in sein Amt eingeführt. Bischof Mengele leitete den Gottesdienst. Der Dekan übernimmt sein Amt von Laurent Ngnumbi, der unser Projekt bisher begleitet hat.

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Eindrücke aus Tansania: Missionhospital Chimala

Der Besuch im Missionhospital Chimala war für uns Europäer schockierend. Obwohl das Krankenhaus von einer amerikanischen Freikirche aufgebaut wurde und in der Gegend eine wichtige Institution ist, fehlt es an allem.

Matratzen fehlen, die OP-Lampe ist defekt. Eine Zahnarztpraxis kann nicht benutzt werden, weil die Bohrer nicht funktionieren und es keine Ersatzteile gibt. Der Sterilisator ist kurz vor dem Zusammenbrechen. Es gibt ein Sauerstoffgerät aber keine Schläuche in Tansania zu kaufen. Dann gibt es kein Bett für Frühchen, nur ein Wärmebett. Die Toiletten sind marode, ein Röntgengerät wird gebraucht, das Ultraschallgerät wird immer notdürftig geflickt. Die chirurgischen Instrumente sind uralt, …

Die Helden von Tansania in Gestalt unterbezahlter Krankenpfleger und Schwestern leisten ungeheuerliches. Auf die Kinderstation mit den vielen Verbrennungsopfern will ich gar nicht weiter eingehen.

Wir vereinbarten mit Dr. Mhangene und Dr. Galla eine Kooperation der Krankenhäuser. Auch das lutherische Krankenhaus in Ilumbalela will in diese Kooperation mit einsteigen. Es geht dabei darum, vorhandene Bestände an Material miteinander zu teilen und sich über Spezialisierungen bei Behandlungen gegenseitig zu informieren. Die Idee von Dr. Mhangene ist, dass jedes an der Kooperation beteiligte Krankenhaus oder Station auf einer Internetseite überzählige Bestände auflistet, die andere dann abholen können. Diese Idee werde ich an die örtlichen Mitarbeitern der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) weitergeben. Die GIZ-Mitarbeiter vor Ort bemühen sich nämlich um diese Vernetzung der Krankenhäuser.

Die KfW Entwicklungsbank finanziert in der Region Mbeya ein Mutter-Kind Projekt. Kinder bis 6 Monate werden kostenlos behandelt. Eine Krankenversicherung für Kinder und Erwachsene gibt es in unserer Gegend hier nicht. Das Missionhospital allerdings behandelt zuerst und stellt danach die Rechnung, auch bei armen Menschen. Denn anders würden die Menschen alle die Zahlung verweigern und das Krankenhaus wäre nicht finanzierbar. Oft jedoch springen die Krankenschwestern und der Doktor mit ihrem Privatvermögen (das Wort Vermögen ist allerdings etwas irreführend) ein, um jeden Patienten behandeln zu können.

Unsere Lieferungen im Container werden auf jeden Fall sehnsüchtigst erwartet.

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Eindrücke aus Tansania: Neid und Elend

Tobias, Dominique und Hanspeter wollten mit Nakoli nach Mbeya reisen. Beim Frühstück kam ein Sohn eines Bekannten von uns, der Nakoli als Ziehsohn aufgenommen hatte. Er wirkte sehr aufgebracht, kam schnell zur Sache und forderte ein Notebook ein. Er war offensichtlich verärgert, dass Nakoli ein Notebook bekommen hatte und er nicht. Nakoli durfte jedenfalls nicht mit nach Mbeya, weil er arbeiten musste. Weil dies uns aber nicht mitgeteilt wurde, wartete unsere Gruppe den ganzen Vormittag und ging dann später am Fluss spazieren, was auch sehr schön war. Nakoli kam abends und entschuldigte sich für sein Fernbleiben. Eine Fahrt nach Mbeya, noch dazu mit Europäern ist für Afrikaner sehr attraktiv. Geschenke sind in Afrika oft problematisch, weil der Faktor Neid eine große Rolle spielt. Weiterlesen →

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Unterstützung: Werkstattprojekt

Heute fuhr ich nach Brandt und verhandelte das Werkstattprojekt. Schwester Maria, die wir gerne als Schweißerin ausbilden wollten, musste die Ausbildung wegen Augenproblemen abbrechen. Aber sie wird die Werkstattverantwortliche.

Im Dorf gibt es einen behinderten Mann mit verkrüppelten Beinen. Er repariert Fahrräder und bildet andere zum Mechaniker aus. Er konstruierte für sich einen Rollstuhl aus alten Fahrradteilen, den er mit der Hand antreibt. Weiterlesen →

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Eindrücke aus Tansania: Strom und Wasser

Der Freitag wurde von Hanspeter und Tobias zum Ausruhen genutzt. Wir haben langsam etwas Probleme aufgrund von Schlafmangel wegen der Hahnenschreie in der Nacht. Ich selbst habe aber keine Möglichkeit zu großen Ausruhzeiten, weil die Projekte des Vereins geregelt werden müssen. Alinaswe ist eine enorme Hilfe, weil er gut in der Gegend vernetzt ist. Wie das funktioniert wird später berichtet.

Am Morgen bemühten wir uns vergeblich, den verantwortlichen Tanesco-Mitarbeiter zu erreichen. Tanesco ist der Stromlieferant in Tansania. Wir müssen wegen meiner Bitte an Herrn Dr. Nüßlein um Hilfe bei der Elektrifizierung des Dorfes Ihahi und der Schwesternschaft Fakten vorlegen können. Es ist dabei besonders wichtig, Details darüber zu erfahren, wie möglichst viele Dörfer von dieser Maßnahme profitieren könnten. Weiterlesen →

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Kindergartenprojekt: Einweihungsfeier

Die Einweihungsfeier des Kindergartens begann um 10.30 Uhr, Vizebischof Fihavangano und der erimitierte Bischof der Diözese und viele andere Würdenträger aus der Kirche sorgten für einen feierlichen Rahmen. Bischof Mengele ließ sich wegen einer wichtigen Sitzung entschuldigen.

Viele Menschen aus Ihahi und den anderen Dörfern, Vertreter der Massai und der Sukumastämme waren gekommen. Dazu noch viele Kinder.

Feierlich wurde der Kindergarten auf den Namen „Ferdinand Munk Kindergarten“ eingeweiht.

In seiner Rede versprach Ferdinand Munk, dass er sich um die Belange des Kinderhauses kümmern wird. Er dankte den Menschen für die Mühe, die sie sich gemacht haben. Munk zeigte sich von dem warmherzigen Empfang der Menschen gerührt. Er berichtete von der mühsamen Arbeit der Jugendlichen in Deutschland bei der Entwicklung des Projektes.

Dr. Georg Nüßlein betonte in seiner Ansprache, dass er von dem Projekt und der Leistung aller Beteiligten sehr beeindruckt ist. Er machte in seiner Rede deutlich, dass er die Not der Menschen gesehen hat. Nüßlein betonte aber auch, dass er nach 4 Tagen in Tansania nicht behaupten könne, den Alltag der Menschen zu verstehen.

Ich, Michael Herold, nutzte die Gunst der Stunde und versprach den Zuhörern spontan (inspiriert durch die Tageslosung vom 12. Juni „Siehe, ich habe eine Türe aufgetan, die niemand schließen kann“, dass sich Herr Dr. Nüßlein bei seinen vielen politischen Freunden sicher dafür einsetzen wird, dass ein Stromanschluss für den Kindergarten und für die Dörfer realisiert wird. Der anschließende Protest von Dr. Nüßlein „Du weißt schon, was du mir jetzt eingebrockt hast“ wurde von mir unter Berufung auf den Notwehrparagrafen entschuldigt.

Ferdinand Munk lud im Anschluss an die Feierlichkeiten alle Anwesenden zum Essen ein. Der restliche Tag wurde für zahlreiche Gespräche genutzt.

Ich selbst bin tief beeindruckt, was aus dem Projekt geworden ist. Ich empfinde, mit Schwester Maria Msella, den Kindergarten als ein Wunder. Schwester Maria Msella sagte am Abend, dass jetzt eine große Last von ihr abgefallen ist. Dieses Projekt können wohl am meisten diejenigen als ein Wirken Gottes wahrnehmen, die auch die schweren Abschnitte dieses Weges mitgegangen sind. Um das verstehen zu können, muss man sich vorstellen, dass man mit Vollgas auf eine Wand zufährt im Vertrauen auf Gott, dass er im letzten Moment eine Türe auftut. Dieses Vertrauen bedeutet, das Eingreifen Gottes bewusst in das Projektmanagement einzubeziehen – dafür steht das alte, abgenutztes Wort: Glaube.

So soll über diesem Kindergartenprojekt., weil ich genau weiß, wer das Drehbuch für das alles geschrieben hat, als abschließendes Wort stehen:

„Gelobt sei der Name Gottes, der Wunder tut.“

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