Corona

Aktuelle Informationen, die unsere Arbeit vor Ort bzgl. Coronavirus / SARS-CoV-2 / COVID-19 betreffen.

Leben im Straßenjungenhaus

Leben im Straßenjungenhaus während der Coronazeit

Seit April 2020 hat sich durch die Coronakrise auch im Straßenjungenhaus einiges verändert. Der kenianische Leiter des Heimes (Joseph Njoroge) berichtete, dass sie seit längerem keine Nahrungsmittelspenden von befreundeten Personen, Gruppen und Kirchen aus Kenia bekommen hatten. Durch die Krise war es für die lokalen Spender aus Kenia nicht mehr möglich, das Straßenjungenheim zu unterstützen. Umso dankbarer war Joseph für jede Unterstützung, die auch aus Deutschland kam.

Mithilfe einer Spende der Schüler aus dem Bunsen-Gymnasium in Heidelberg und einigen privaten Spenden konnte der Verein „Die Brücke e.V.“ im April 2020 den Kauf für Desinfektionsmittel und Seife ermöglichen. Außerdem wurde ein Etat für den Kauf von Nahrungsmitteln angelegt.
Im Mai gab es in Kenia große Regenfälle. Das Dach des Aufenthaltsraumes, in dem die Jungen essen, Hausaufgaben machen und Andachten halten, war undicht geworden. Dank weiteren Spenden konnte Joseph Wellblech und Nägel für das neue Dach besorgen. Die Jungen freuten sich riesig und arbeiteten fleißig an der Reparatur des Daches. Dabei bauten sie auch eine Regenrinne an das Dach, um in Zukunft das Regenwasser verwenden zu können.Das Bauergebnis kann sich sehen lassen 😊.

Eine neue Anfrage für Unterstützung erreichte die Brücke im Juni. Die Jungen brauchten Schuhe, um die sanitären Anlagen des Hauses nicht barfuß betreten zu müssen. Außerdem wurden neue Schulmaterialien benötigt und die Stromrechnung musste bezahlt werden. Dank weiterer Unterstützung konnten für alle jungen Schuhe und Schulhefte besorgt werden. Auch die Stromkosten wurden gedeckt.

Im Juni waren die Jungen dankbar für ein weiteres Projekt, in dem sie durch die Spenden unterstützt werden konnten: Die Wände der Gebäude auf dem Gelände mussten dringend gestrichen werden. Mit großem Einsatz machten sich die Jungen an das Streichprojekt.

Auch jetzt im Juli berichtet Joseph von aktuellen offenen Projekten im Straßenjungenheim. In Kenia sind die Nächte zurzeit sehr kalt, sodass die Jungen frieren müssen. Es werden dringend warme Decken benötigt. Eine Decke kostet etwa 10 Euro.

Wir möchten uns von Herzen bei allen bedanken, die bereits dazu beigetragen haben, dass Decken für die Jungen gekauft werden können.

Noch haben wir nicht genügend Geld zusammen, um für alle Jungen Decken zu kaufen und weitere Projekte zu ermöglichen. So sind beispielsweise die Nahrungsmittelvorräte im Straßenjungenhaus fast aufgebraucht und wir würden gerne ein neues Nahrungsmitteletat anlegen.

Wir freuen wir uns über jede Spende, durch die Joseph und die Jungen auch in den kommenden Monaten unterstützt werden können.

Ein Interview mit ehemaligen Straßenjungen

Es ist ein langer Weg von dem harten Leben auf der Straße wegzukommen. In diesem Video kommen die Jungen selbst zu Wort und berichten, wie sie im Global Hope Rehabilitation and Rescue Center ein neues Zuhause und ihren geliebten „Dad“ Joseph gefunden haben:
https://www.youtube.com/watch?v=Rof9LQSzrEk

Ein virtueller Rundgang durch das Straßenjungenhaus

Wer einen kleinen Einblick darin bekommen möchte, wie es im Straßenjungenhaus aussieht, kann sich hier folgendes Video anschauen. Das Video ist aus dem vergangenen Jahr.
https://www.youtube.com/watch?v=vIOGQZzR71E

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Aktuelle Situation 6

Alinaswe war wegen einer schweren Erkrankung seiner Frau einige Tage nicht so häufig erreichbar. Seiner Frau geht es jetzt, nach mehreren Tagen besser. Bei ihr wurde eine Blasenentzündung diagnostiziert. Alinaswe selber sieht die Ursache darin, dass seine Frau bei der Behandlung von sehr vielen Patienten aus den Sukuma- Siedlungen (die Sukuma sind Viehzüchter, die auf der anderen Seite des Bewässerungskanals abgeschottete Großfamiliendörfer bewohnen) anwesend war. Sie arbeitet als Krankenschwester. Eine Woche später erkrankte sie ebenfalls. Ein Coronatest wurde nicht durchgeführt. In ganz Tansania wird nicht mehr viel getestet, da die Regierung in einer spektakulären Aktion die Wirksamkeit der Tests anzweifelte. In Ihahi geht es aber allen gut. Auch den Schwestern. Alinawes Frau hat sich wieder einigermaßen erholt. Auch Alinaswe geht es gut.

Mit unseren Spendengeldern wurde jetzt noch Feuerholz eingekauft, damit Menschen, die arm sind und die gerade von den Auswirkungen der Coronakrise besonders betroffen sind jeden Tag eine Mahlzeit ausgegeben wird. Die Nahrungsmittelpreise steigen stark an.

Alinaswe hält, nach Absprache mit uns, Geld bereit, mit dem die Schule sehr schnell zu einer Krankenstation ausgebaut werden kann. Entsprechende Pläne und Kosten haben wir bereits ausgearbeitet. Aber wir haben diese Maßnahme in das Konzept der Regionalregierung gestellt. Wir richten das Schulgebäude erst dann ein, wenn die regionale Regierung eine Überfüllung der vorhandenen Krankenhäuser meldet und uns um Unterstützung bittet. Wir sind auf diese Situation jetzt vorbereitet. Alinaswe hat dafür Schutzkleidung bestellt, die es nur bei der Regierung über das Militär zu kaufen gibt. Ihm wurde versprochen, dass die Regierung an alle Hilfskräfte diese Schutzkleidung verkauft. Ein Lieferzeitpunkt wurde aber noch nicht mitgeteilt.

Wer sich zusätzlich über die aktuelle Situation in Tansania informieren will, kann das hier tun (bagamoyo.com).

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Aktuelle Situation 5

Aus Tansania erhalte ich inzwischen Informationen aus verschiedenen Quellen. Berichtet wird mir, dass auf den Straßen von Dar Es Salaam bereits Körper von Verstorbenen liegen. Im Dorf Ihahi kämpft Alinaswe darum, dass wenigstens grundsätzliche Hygiene Regeln beachtet werden. Zum Beispiel, dass Menschen nicht aus demselben Glas trinken. Wegen der Feldarbeiten kommen zurzeit viele Menschen aus den Städten nach Ihahi. Allerdings wird Alinaswe auch klar kommuniziert, dass diese Zeit für viele die einzige Möglichkeit darstellt, Geld zu verdienen. Mit Maisbier und Essensverkauf an die Fremdarbeiter. Man muss sich bei der Beurteilung der Lage klar machen, dass für die Menschen vor Ort dieses Geld überlebensnotwendig ist. Schwierig hier abzuwägen, welches Risiko höher zu bewerten ist. In Gesprächen mit verschiedenen Ärzten aus einem Netzwerk in Deutschland, einige von ihnen behandeln Patienten mit Covid 19 Infektionen, ist eine Beurteilung der Lage vor Ort nicht möglich. Folgende Beurteilungskriterien sind im Zusammenhang mit Covid 19 nicht klar:

  • Altersstruktur der Bevölkerung in Tansania. Junge Menschen erkranken nicht schwer an Covid 19
  • unklare Situation, welche Vorerkrankungen Menschen haben. Viele Krankheiten laufen verdeckt ab, z.B. Diabetes, Asthma, Leukämie usw.
  • Die Reaktion des Virus auf den Körper im Zusammenhang mit Malaria.
  • Der Krankheitsverlauf bei einer schweren Infektion ohne medizinische Hilfe, wie Sauerstoffbeatmung

Für uns bedeutet dies: Wir gehen davon aus, dass das sich das Virus unkontrolliert verbreiten wird.

Wir sorgen für maximalen Schutz für Alinaswe und sein Team, welches sich auf die Versorgung von Kranken und Sterbenden konzentriert.

Präventionsmaßnahmen für die Bevölkerung beenden wir, da sich das Verhalten der Menschen rotz Schulungen und Aufklärungskampagnen nicht verändert. Jeder weiß jetzt, wie er ich verhalten soll und wer es nicht tut, muss die Folgen dann leider tragen. In Ihahi wurden von uns sehr viele Händewaschmöglichkeiten und Seife ausgegeben, so dass das Dorf mit Handwaschmöglichkeiten bestens ausgestattet ist. Auch arme Menschen wurden versorgt.

Wir haben Nahrungsmittel vorrätig, um kranke Menschen zu versorgen.

Was mit jedoch durch Berichte über die Krankheitsverläufe aus Tansania gemeldet wird ist, dass die Menschen sehr sehr schnell (innerhalb weniger Stunden) Krankheitssymptome zeigen und es dann gar nicht mehr schaffen, zu einem Krankenhaus zu kommen. Wie sich diese Situation weiter entwickelt, müssen wir abwarten.

Wir kooperieren bei unseren Maßnahmen mit dem Regional Officer for Health. Die Schule wird dann zur Krankenstation eingerichtet, wenn er dieses anordnet. Die finanziellen Mittel für eine Erstausstattung dazu wurden vom Verein „Die Brücke e.V.“ bereits nach Tansania transferiert und bereitgestellt. Alinaswe hält diese Gelder bereit, um schnell reagieren zu können. Außerdem versucht er noch funktionsfähige Virenschutzmasken zu erwerben, die dem FFP2 oder sogar FFP3 Standard entsprechen.

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Aktuelle Situation 4

Es ist so weit, die Arztstationen werden gerade von Patienten überrannt mit unklaren Symptomen. Sie werden angesehen und nach Hause geschickt, weil man nichts hat, mit dem man behandeln kann.

Was können wir tun?

Alinaswe bekommt die nächste Geldzahlung. Er richtet damit den ersten Raum des Schulhauses als Kranknenstation ein. Uns ist ziemlich klar, dass das eher ein Hospitz wird, weil es nur dann aufgesucht werden wird, wenn Menschen zu Hause nicht mehr versorgt werden können.Aber auch ein menschenwürdiges Sterben ist wichtig. Alinaswe und ich wollen nicht, dass irgendjemand auf dem blanken Boden auf einer Schilfmatte einsam in seiner Hütte  sterben muss.

Wir wollen zum Schutz der pflegenden Personen Außenluft, die mit Abwasserrohren in das Gebäude geleitet werden einbauen. Alinaswe baut sich gerade die erste Maske als Prototyp. Er hat von mir die Anweisung bekommen, kein Haus ohne Schutzmaske zu betreten, in dem Infizierte liegen, egal was im Haus vorgeht. Und sein Team das ihm helfen will, auch nicht. Sie sollen vorgekochte Nahrung vor die Türe stellen und dann kann diese abgeholt werden.

Mir ist es wichtig, dass durch unsere Projekte niemand von den Mitarbeitern einer Gefahr ausgesetzt wird. Ein Belüftunngssystem für Ärzte in den Gesundheitsstationen richten wir nicht mehr ein, denn die Ärzte sind jetzt bereits infiziert. Ich hoffe sehr, ass deren Infektionsausbruch in den nächsten 14 Tagen milde verläuft. Für Schutzmaßnahmen ist es bereits zu spät.

Einige Ärzte, die mit mir im Kontakt stehen und auch Berichte in den Medien von Virologen stellen die Vermutung auf, dass der Verlauf einer Infektion davon abhängt, wie intensiv eine Person mit Viren belastet wird. Das heißt, wie viel Virenmaterial von jemanden eingeatmet wird könnte entscheidend sein, wie heftig der Krankheitsverlauf aussfällt. Diese Virenlast zu minimieren ist das Anliegen mit dem Maskensystem.

Alnaswe und ich wissen auch noch nicht, was mit Angehörigen von Menschen geschieht, die sterben. Die Sukkuma Leute sind gerade besonders betroffen. Fast alle Patienten an den Arztstationen sind aus der Ethnie der Sukkuma. Diese leben recht isoliert in kleinen Siedlungseinheiten jenseits des Bewässerungkanals bei Ihahi (für alle, die sschon mal da waren)

Momentan fühle ich mich genauso hilflos, wie meine Tansanianischen Freunde. Bitte betet für Tansania.

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Aktuelle Situation 3

Übergabe eines Infrarotthermometers

In Tansania steigen die offiziellen Fallzahlen von Corona- Infektionen langsam an. Allerdings erzählte mir Alinaswe von einem befreundeten Pfarrer, der an einer schweren Lungenentzündung verstorben ist. Auch von anderen Lungeninfektionsfällen aus seinem Bekanntenkreis erzählt er mir, von Menschen, die sehr plötzlich schwere Symptome von Erkrankungen zeigen. Das bedeutet, dass sich das Virus, leider wie von Fachleuten vorhergesagt, unter dem Radarschirm der wenigen vorhandenen Tests ausbreitet. Mittlerweile wird in dem Dorf IHAHI die Ausbreitung des Virus sehr ernst genommen. Die Menschen haben bemerkt, dass bei einer Infektion die Symptome viel später bemerkt werden.
Alinaswe, der zuständige Beamte für das Gesundheitswesen in der Region, die vor Ort arbeitenden Ärzte und ich erarbeiteten in den letzten Tagen einen Notfallplan für IHAHI, der damit in die Strategie der Regierung zur Bekämpfung der Corona Epidemie eingebunden ist.

Das Schulhaus wird bei Bedarf (wenn die Kapazitäten der vorhandenen Krankenhäuser nicht mehr ausreichen) als Notkrankenhaus eingesetzt. Wir finanzieren den Ankauf von Matratzen. Medizinisches Gerät kann von uns genauso wenig beschafft werden, wie von anderen Krankenhäusern in der Gegend. Nahrungsmittel und Seife und Desinfektionsmittel, so wie genügend Brennmaterial zum Kochen von Essen, wurde von uns bereits eingelagert und teilweise an bedürftige Menschen verteilt. Wir wollen aber den Menschen vor Ort eine menschenwürdige Unterkunft anbieten, die für arme Menschen auch kostenfrei nutzbar ist. Tansania hat unter dessen den Export von Nahrungsmitteln verboten. Die Länder Ostafrikas steuern gerade, neben der Coronakrise, in eine Nahrungsmittel Unterversorgung.

Mundschutzmasken werden vor Ort verkauft

Der Schutz der in diesem Notkrankenhaus pflegenden Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. Alinaswe, ein bereits gebildetes Team aus Freiwilligen und Ärzten werden sich dort um infizierte Patienten versorgen. Wir bestehen dabei aber auf zusätzliche Eigenschutzmaßnahmen, die über das Tragen von OP Masken hinaus gehen. Daher ist aus der ersten Idee mit dem Helmeimer ein System weiterentwickelt worden, was vor Ort herstellbar und unkompliziert einsetzbar ist. Dieses System habe ich dann gebaut und die Erfahrungen mit Alinaswe und einem Arzt in Tansania und Ärzten aus Deutschland diskutiert. Es soll FFP3 Masken ersetzen, die es in Tansania momentan nicht gibt. Mir ist durchaus bewusst, dass es eigentlich unverantwortlich ist, ein selbstgebasteltes Schutzsystem in einem solchen Krisenfall anzuwenden. Nur gibt es vor Ort eben auch keine Alternative, außer es würden schnellstens genügend FFP3 Masken von der Regierung geliefert.

Die Idee hinter dem System ist einfach: Luft wird von außerhalb des Gebäudes mit Abwasserrohren in den Raum geführt. In den Räumen gibt es zwischen zwei Betten eine Andockstation für einen Schlauch. Dort ist außerdem ein Föhn in einem Abwasserrohr installiert, der bei Bedarf angeschaltet werden kann und Kaltluft in eine Maske pumpt. Dieser so erzeugte Überdruck strömt aus der Maske aus. Da in einem solchen Raum nur infizierte Patienten untergebracht sind, muss auf eine Ansteckung durch den Pfleger oder Arzt keine Rücksicht genommen werden.

Die Masken und die Schläuche können aus PET Flaschen  (Wasserflaschen) gebaut werden. Die nötigen flexiblen Schläuche sind alte Fahrradschläuche, die mit Bambusstückchen gefüllt werden.
Das System habe ich mit befreundeten Ärzten in Deutschland besprochen, es wurde mit Rauch getestet und wir können sagen, dass keine Rauchpartikel in den Atemwegen wahrnehmbar waren.

Dazu werden pro 2 Patientenbetten jeweils ein Föhn benötigt. Diese sind die teuerste Anschaffung in diesem Bausystem. Der Föhn liefert genügend Druck, um eine sichere Belüftung der Atemmaske zu gewährleisten.

Wir hoffen und beten, dass sich die Situation in Tansania nicht weiter zuspitzt, aber wir wollen auch nicht unvorbereitet in die kommenden Wochen gehen.
Vielen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen Spenden, die wir für die Versorgung der Menschen vor Ort einsetzen.

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Aktuelle Situation 2

Zur Zeit finden mehrmals am Tag Videokonferenzen mit Alinaswe statt. Alinaswe koordiniert die Vorbereitungen auf einen möglichen Ausbruch der Corona Pandemie in Ihahi. Der Schutz der Schwesternschaft und der Menschen in dem Dorf Ihahi / Brand, die sich nicht selbst versorgen können, hat Priorität aller Maßnnahmen. Insbesondere die oft verarmten Großmütter, die sich um ihre verwaisten Enkel kümmern müssen, versuchen wir zu schützen. Was es mit dem lustigen Raumfahrerhelm auf sich hat, wird im folgenden Artikel erklärt.

An dieser Stelle möchte ich auf das aller Herzlichste allen danken, die den Menschen in Tansania und  in Kenia mit ihrer Spende helfen und diese gesamte Arbeit, über die hier berichtet wird, überhaupt erst möglich machen!

Die Bevölkerung in der Umgebung der Schwesternschaft verdrängt die Coronagefahr weitestgehend. Alinaswe zeigte mir live Bilder vom Straßenrand. Alle Menschen, die ich dort sah, verhielten sich in gewohnter Weise. Keine Distanz, gemeinsames Trinken aus den gleichen Gefäßen, enges Zusammen stehen.

Bei Alinaswe bemerke ich eine Veränderung in seiner Wahrnehmung. Er hat jetzt begonnen, sich mögliche Szenarien vorzustellen, wie eine Epidemie verlaufen könnte und bereitet sich darauf vor. Allerdings kann er daher nachts nicht mehr gut schlafen. Man merkt es ihm an, dass er von der Vorstellung des Ausmaßes der Epidemie, was da auf Tansania zukommt, ziemlich schockiert ist.

Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, dass wir mit Alinaswe Szenarien detailiert besprechen können. Dabei erscheint mir psychologisch betrachtet, wichtig zu sein, dass Alinaswe und die Schwestern, durch unsere Finanzierungsmittel, einer der wenigen Personen sind, die überhaupt die Möglichkeit haben, etwas gegen die immer näher kommende Pandemie zu unternehmen. Dieses verurteilt sein zum hilflosen Abwarten, was da kommt, erzeugt Ohnmacht und Lethargie. Einfach deshalb, weil man nichts hat, was man tun kann. In Dar Es Salaam sammeln die Armen, die nichts haben, gebrauchte und weggeworfene Einwegmasken, waschen diese und verwenden sie wieder. Sicher gefährlich, aber es macht die Menschen aktiv. Und sie kämpfen gegen das Gefühl der Ohnmacht an.

Bilder aus Dar Es Salaam: Menschen waschen weggeworfene Einwegmasken

Mtitlerweile kommt ein neues Szenario in Tansania dazu: Einige Pfleger und Ärzte verlassen die Kliniken aus Angst vor einer Corona- Infektion. Dieses Nachricht aus einer Klinik in Dar Es Salaam,  hat sich gestern in Tansania im Internet verbreitet. Für uns bedeutet dies, dass wir die Ärztin und das Personal, das die Krankenstation in IHAHI betreut, besonders schützen müssen. Wir dürfen die einzigste Ärztin für tausende von Menschen der Umgebung unter allen Umständen nicht verlieren! Auch Alinaswes Frau arbeitet in der Krankenstation als Krankenschwester.

Ainaswe hat daher entschieden, ein Fieberthermometer anzuschaffen, was kontaktlos einsetzbar ist, um Menschen mit erhöhter Temperatur aus dem Wartebereich der Krankenstation zu entfernen und zu einer gesondernden Behandlung zuzuführen.

Auch wenn das Foto mit dem Helm sehr spaßig aussieht,  ich habe mich mit der Frage beschäftigt, wie man aus Alltagsgegenständen eine virensichere Kopfbedeckung herstellen kann. Und zwar ausschließlich mit Material, was Alinaswe bereits hat oder besorgen kann. Bei eingen Testversuchen hat sich ein Eimer, vor dem eine Folie als Sichtfenster mit Panzertape geklebt ist und bei dem von außen Frischluft so zugeführt wird, dass ein Überdruck entsteht und Luft aus dem Eimer trotz Atmung entweicht, bewährt. Der Eimer ist unten mit einer Mülltüte als Manschette eingefasst. Mit Hilfe eines Computer- Netzteil Gebläses (12 Volt Autobatterie tauglich) oder eines Föhns auf Kaltgebläsestufe (220 volt tauglich), lässt sich der Eimer mit Frischluft, die aus mehreren Metern Entfernung (z.B. von einem Abwasserrohr, das durch ein Fenster von außen nach innen geführt wird) zugeführt wird, betreiben. Abgedichtet wird das System mit Gewebeklebeband. Das System testete ich mit eiem Freund mit Zigarettenrauch, weil dieser sofort zu riechen ist. Und es funktioniert.
Wir planen daher jetzt, eine solche raumunabhängige Frischluftversorgung in der Arztstation in einem abgetrennten Raum zu installieren, in dem dann Personen mit erhöter Temperatur behandelt werden können, ohne dass die  behandelnnde Ärztin sich zwangsläufig infizieren muss.
Außerdem testen wir eine mobile Version des Systems, welche man vielleicht sogar an das Gebläse des Autos (mit Klimaanlage wegen der Hitze) anschließen kann. Damit könnten dann infizierte und pflegebedürftige Personen in den Hütten versorgt werden und sogar in einem Fahrzeug in eine Klinik transportiert werden.

An dieser Stelle möchte ich um Spenden bitten. Unsere Geldmittel vor Ort sind jetzt langsam aufgebraucht. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann dies unter dem Verwendungszweck: „Hilfe wegen Corona“ tun. Wir benötigen noch mehr Matratzen, um schwer kranke oder sogar sterbende Menschen nicht am blanken Boden liegen lassen zu müssen und die wir auch nach einer Corona Welle bedürftige Senioren geben können. Außerdem benötigen wir einen flexiblem Etat für Alinaswe und die Schwesternschaft, um finanziell handlungsfähig bleiben zu können. Auch für das Straßenkinderheim in Kenia wird Geld benötigt um die Jungendlichen weiter versorgen zu können. Die Nahrungsmittelvorräte sind für einige Wochen angelgt. Wir können aber bereits abschätzen, dass sich in Kenia eine allgemeine Nahrungsmittelknappheit anbahnt. Einmal wegen der Cornakrise aber auch wegen der aktuellen Heuschreckenplage.

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Aktuelle Situation 1

Wir bereiten uns auf einen möglichen Coronaausbruch in Ihahi in Tansania vor. Das geschieht dadurch, dass wir vor einigen Wochen bereits Geld transferierten, mit dem Handwaschmöglichkeiten eingekauft wurden. Viele ärmere Familien benötigen neben Seife auch einen Plastikeimer mit Auslassventil. In Ihahi wurden besonders bedürftige Familien damit ausgestattet. Alinaswe organisierte ein Team von Personen, die in Ihahi Menschen über Hygieneregeln zum Infektionsschutz aufklären.

Durch großzügige Spenden, wir danken dabei besonders dem Lions Club Günzburg, konnte Alinaswe OP Masken und Einmalhandschuhe einkaufen. Außerdem organisiert Alinaswe Nahrungsmittel für besonders bedürftige Familien, die im Falle von Versorgungsengpässen ausgegeben werden können. Zusätzlich schaffen wir Matratzen mit Plastikumhüllungen an. Wir planen, das im Februar fertiggestellte neue Schulgebäude im Falle eines unkontrollierten Ausbruches zum Versorgen betroffener Menschen zu nutzen. Das Schulgebäude und der Kindergarten stehen abseits vom Dorf und bieten Strom, Trinkwasser, Küche und genügend Toilettenanlagen.

Die Schwestern beginnen mit dem Nähen von Mundmasken. Alinaswe organisiert im Dorf den Bau eines Hauses für alte Menschen, die ihre Enkel versorgen, deren Eltern an HIV gestorben sind. Das Dorf selbst brachte die Mittel dafür auf. Diese Großmütter sind gleichzeitig Risikopatienten. Aus diesem Grund planen wir bereits eine Versorgungsstrategie für Kinder, die vielleicht später als Vollwaisen versorgt werden müssen.

NIEMAND KANN IM MOMENT SAGEN, WIE DAS VIRUS SICH IN TANSANIA VERHALTEN WIRD.

Die Daten, die wir für unsere Vorbereitungen heranziehen wurden uns von Regierungsbeamten zur Verfügung gestellt.

  • Wir konzentrieren unsere Hilfe ausschließlich auf das Dorf IHAHI, neben der Schwesternschaft.
  • Dort leben momentan ca. 5000 Personen. + über 6000 Fremdarbeiter aus allen Teilen Tansanias, Malawis und Sambias, die gerade in den Reisfeldern in der Nähe arbeiten. In Ihahi ist jeder Schlafplatz in den Hütten aktuell vermietet. Diese Vermietungen sind eine wichtige Einkommensquelle für die Dorfbewohner.
  • Hochrechnung: Bei 11000 Personen und einer angenommenen Infektionsrate von 70% rechnen wir mit 7700 Infektionen. Wir gehen davon aus, dass davon 20% einen schwereren Verlauf nehmen könnten. Das wären dann 1540 Personen. Wenn man davon eine Sterblichkeitsrate von 2% annimmt, wären das 308 Menschen, die an Corona sterben würden. Ob die Daten aber so stimmen ist reine Spekulation, nur muss man zur Vorbereitung auf eine solche Krise eben auch mit Zahlen operieren.
  • Nach unseren Infos gibt es in der Gegend massive Vorerkrankungen an TBC, HIV und Malaria. Zusätzlich sind viele Frauen durch das Kochen am offenen Feuer in kleinen Kochhütten ohne Rauchabzug vorbelastet und werden bereits wegen chronischen Atemwegserkrankungen behandelt.
  • Aktuell gibt es einen extremen Versorgungsengpass an Medikamenten aller Art. Alinaswe erklärte mir, dass wegen starker Regenfälle die Straßen unpassierbar waren, so dass Medikamente nicht an die Arztstationen verteilt werden konnten.
  • In erster Linie sehen wir natürlich die Regierung für alle Maßnahmen zuständig. Aber durch Berichte von anderen Epidemien in Afrika ist es nicht sicher, ob die Maßnahmen der Regierung ausreichen werden. Für den Fall, dass diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, könnten wir vor Ort mit unseren Vorbereitungsmaßnahmen begrenzt handlungsfähig bleiben.
  • Neben den materiellen Vorsorgemaßnahmen arbeiten wir, das heißt Alinaswe, Schwester Agnes und ich mit unseren Netzwerken im Verbund Notfallpläne, wie wir die Hilfsmaßnahmen organisiseren können. Es muss ja auch sicher gestellt sein, dass wir Helfer vor Ort nicht unnötig gefährden.

Autor: Michael Herold

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Krise in Ihahi

In dem Dorf Ihahi, in dem unsere Projekte durchgeführt werden, begegnet man dem Coronavirus mit besorgtem Abwarten..

Alinaswe und Schwester Agnes und Michael Herold hielten deshalb eine Video-Krisenkonferenz ab. Dort wurden verschiedene vorbereitende Maßnahmen beschlossen, für den Fall, dass es in Ihahi zu einem Ausbruch von Sars Covid 19 kommt. Momentan beschränken sich die Virus Präventionsmaßnahmen vor Ort auf Aufklärungsveranstaltungen, bei denen die Notwendigkeit des Händewaschens erklärt wird. Zu diesen Schulungen zur Infektionsprävention kommen viele Menschen zusammen. Einzelne ältere Leute werden besucht, um sie über die Notwendigkeit des Händewaschens zum Schutz vor einer Coronainfektion zu informieren. Die Regierung von Tansania rief zu Gottesdiensten in Kirchen und Moscheen auf. Die Gesundheitsfürsorge wurde in den letzten Tagen massiv in den Dörfern heruntergefahren Momentan gibt es vor Ort keine Medikamente und die lokale Ärztin weiß nicht, wie sie die Patienten behandeln soll, die jetzt kommen.

Dieser Sichtweise des Umgangs mit der Pandemie stellten wir die Maßnahmen gegenüber, die in Deutschland getroffen wurden. Insbesondere die Notwendigkeit der Unterbrechung von Infektionsketten wurde von unserer Seite aus detailliert beschrieben und von Alinaswe auch eingefordert.

Nach dem informellen Austausch spielten wir miteinander das Szenario durch, was passieren würde, wenn es zu einem massiven Corona- Krankheitsausbruch in Ihahi kommen würde. Bei dem Planspiel, das wir Laien durchführten (keiner von uns ist ein Pandemieexperte) wurden Fragen gestellt: Was machen wir, wenn…. Aus diesem Planspiel entwickelten wir folgende Aktionspunkte:

  • Wie beschränken unsere Aktivität auf die Schwesternschaft und deren Umfeld, dem Dorf Ihahi. Damit bereiten wir für ca. 2500 Menschen Hilfsmaßnahmen vor.
  • Insbesondere der Schutz der Schwestern ist wichtig, denn die Schwestern helfen den Menschen vor Ort und außerdem wäre ein Virusausbruch in der Schwesternschaft in vielen Bereichen sehr folgenreich. Für die Schwestern stehen im Krankheitsfall Zimmer in dem vom Verein vor einigen Jahren errichteten Gebäude zur Verfügung.
  • Alle Maßnahmen werden mit offiziellen Behörden koordiniert, Wir erkennen die Autorität der Regierung an und auch deren Verantwortung für das Wohl der Bevölkerung. In unserem Fall kooperieren wir mit der zuständige Ärztin und den politischen Verantwortlichen des Dorfes Ihahi.
  • Wir planen die Gebäude des Ferdinand Munk Kindergartens und der neuen Schule als Isolierstationen vorzubereiten. Dazu müssen Matratzen angeschafft werden. Die nötige Infrastruktur (Großküche, Toiletten, Wasser und Strom) ist bereits fertig und einsatzbereit.
  • Nahrungsmittelvorräte müssten für die Menschen angelegt werden, die sich nicht selber versorgen können. Viele Kleinbauern vor Ort sind aber grundsätzlich Selbstversorger. Besonders bedürftige Menschen aber gibt es in der Gemeinde Ihahi, die keine Vorräte haben und als Tagelöhner arbeiten oder zu alt oder zu krank sind, um sich selbst zu versorgen. Außerdem werden von der Regierung Maßnahmen wie Marktschließungen und Ausgangssperren bereits diskutiert, wodurch deren Beschaffungsmöglichkeiten für Nahrung ausfallen würde.
  • Die Schwestern nähen Schutzkleidung. Dazu muss Stoff und Nähzeug angeschafft werden.
  • Seife, und wenn möglich Desinfektionsmittel sollen angeschafft werden.

Insgesamt erwarten wir Kosten in Höhe von ca. 5000 Euro für diese Maßnahmen für die wir um Spenden unter dem Verwendungszweck „Corona-Hilfe“ bitten.

Außerdem besprachen wir (sehr besorgt) die Situation der von uns unterstützten Patenkinder, die in der Regel von ihren bereits sehr alten Großeltern versorgt werden.

Letztendlich muss aber festgestellt werden, dass es wenige Möglichkeiten gibt, die Infektionsketten vor Ort zu unterbrechen. In Tansania leben Familien eng gedrängt in kleinen Häuschen. Der soziale Zusammenhalt der Familien und der hohe moralische und soziale Druck, für die Familienmitglieder verantwortlich zu sein und erkrankte Familienangehörige liebevoll zu umsorgen, macht eine soziale Isolation von kranken- und alten Menschen fast unmöglich. Die Regierung von Tansania bereitet in Verlautbarungen ihre Bevölkerung auf rigorose Ausgangssperren und auf Engpässe bei der Versorgung mit Nahrungsmittel vor.

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Krise im Straßenjungenheim in Kenia (Nairobi)

Wie in allen Ländern dreht sich in Kenia gerade alles um das Corona Virus. In Nairobi gibt es schon seit längerem bestätigte Corona-Fälle. Das Straßenjungenhaus von Joseph Nijoroge, mit dem seit eineinhalb Jahren eine Partnerschaft mit dem Verein „Die Brücke e.V.“ besteht, hat unter den Folgen der Krise doppelt zu leiden. Einerseits müssen die über 120 Jungen nun zu Hause bleiben und können weder zur Schule gehen noch sich auf den Straßen aufhalten. Besuch von außen ist ebenfalls nicht gestattet. Das ist natürlich für die vielen Teenager nicht einfach. Vor allem, da das Gelände des Heims ziemlich klein ist. Dementsprechend ist das Ansteckungsrisiko untereinander hoch. Das größere Problem ist aber, dass die lokale Unterstützung für das Straßenjungenhaus wegfällt. Der kenianische Leiter des Heimes berichtet, dass sie seit längerem keine Nahrungsmittelspenden von befreundeten Personen, Gruppen und Kirchen aus Kenia bekommen haben. Er könne nachvollziehen, dass seine Unterstützer aus Kenia in dieser Situation zuerst für ihre eigenen Bedürfnisse sorgen müssen. Umso dankbarer ist Joseph für jede Unterstützung, die auch aus Deutschland kam. Mithilfe einer Spende der Schüler aus dem Bunsen-Gymnasium in Heidelberg und einigen privaten Spenden konnte der Verein „Die Brücke e.V.“ die Arbeit von Joseph Nijoroge unterstützen.

Es wurden für das Heim Desinfektionsmittel und Seife eingekauft. Außerdem wurde ein Etat für den Kauf von Nahrungsmitteln angelegt. Damit können 120 Teenagern etwa eine Woche versorgt werden. Da niemand weiß, wie sich die Lage in Kenia entwickeln wird, ist die Versorgung der Jugendlichen mit Essen nicht ausreichend gesichert.

Joseph beschreibt die Situation er Menschen in Kenia als „sehr schlecht“. Die Bewohner der Slums sind schwer betroffen, insbesondere Obdachlose und Straßenkinder leiden unter der Krise. Allerdings kann Joseph diesen Menschen im Moment aufgrund der eigenen Schwierigkeiten im Heim nicht helfen, auch wenn ihn dies sehr schmerzt. Normalerweise teilt er, neben seiner Arbeit im Heim, Essen an Straßenkinder in den Slums aus.

Wir rechnen damit, dass weitere Hilfsmaßnahmen für das Straßenjungenheim von Joseph in kommender Zeit nötig werden. Vor allem ist es uns dabei wichtig, die Lebensmittelversorgung der Jungen zu gewährleisten. Auch die Situation in Deutschland ist im Moment nicht einfach. Wenn sie dennoch Interesse daran haben, einen kleinen Beitrag für das Straßenjungenhaus zu leisten, würden wir uns sehr über jede Unterstützung freuen. Spenden gehen vollständig an das Straßenjungenheim über. Spenden können mit dem Betreff „Für Joseph“ oder „Kenia“ an das Konto von „der Brücke“ überwiesen werden.

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Virus in Tansania

Das Coronavirus hat nun auch Afrika erreicht. Alinaswe, unserem Mitarbeiter vor Ort, so wie Joseph Njoroge in Kenia, der dort das Heim für Straßenkinder betreut, wurde von uns Gelder zur Verfügung gestellt, um Wasserbehälter zum Händewaschen, Seife und Desinfektionsmittel anzuschaffen. Da in Tansania wenig Tests zur Verfügung stehen, ist nicht klar, in wie weit sich das Virus dort bereits ausgebreitet hat.

Im Dorf Ihahi, wo die Schwesternschaft ihren Sitz hat, wurden in Zusammenarbeit mit dem Doktor Informationsveranstaltungen für die Dorfbewohner abgehalten und die nötigen Hygieneutensilien an besonders bedürftige Familien verteilt. Wir hoffen sehr, dass die Dörfer vom Corona Virus nicht heimgesucht werden. Viele Waisenkinder leben bei ihren Großeltern. Diese sind, wie bei uns, eine Risikogruppe. Außerdem sind die Menschen vor Ort durch die Kochstellen in den kleinen Küchen oft auch lungengeschädigt.

Wir versuchen zu helfen, wie es möglich ist. Natürlich besonders bei er Finanzierung von Desinfektionsmitteln, die aber bereits in der großen Stadt Mbeya knapp werden.

Außerdem begleiten wir beratend unsere Partner vor Ort. Wir informieren sie über Schutzmaßnahmen in Deutschland. Aktuelles Beispiel, was leider auf den Fotos zu erkennen ist, dass man bei Versammlungen Abstand voneinander halten soll, besonders wenn man Menschen über den Schutz vor Corona informiert. Dazu schickten wir die Anweisungen der Firma von Ferdinand Munk in der Kisuaheli Übersetzung weiter, denn Herr Munk unterhält zu den Menschen vor Ort gute Beziehungen und wird als erfolgreicher Geschäftsmann dort auch ernst genommen.

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