Aktionen: Termine unserer Aktionen und Vorträge

Vereinsmitglieder engagieren sich bei verschiedensten Aktionen und Vorträgen. Die Liste der Veranstaltungen können Sie stets aktuell unerer Chronik entnehmen. Wir freuen uns, wenn sich an einem der Veranstaltungen ein persönliches Gespräch über unsere Arbeit mit Ihnen ergeben könnte.

Veröffentlicht unter Aktionen

Aktionen: Berufsfachschule Krumbach – Run for Africa

Am Freitag, den 25. Oktober 2013 fand an den Berufsfachschulen für Kinderpflege, Ernährung und Versorgung und Sozialpflege Krumbach ein Sponsorenlauf für unser Werkstattprojekt statt. Die Schüler wurden vorher in Vorträgen über das Projekt, die Lebenssituation der Menschen in Tansania und auch über kritische Fragestellungen zum Thema Entwicklungshilfe informiert.

Die Schüler sammelten auf einem liebevoll gestaltete Parcour Punkte, die sie dann bei Sponoren für Spenden einlösen können. Dazu gehörten Laufen, Variantenläufe, Fitnessübungen, Ballwurfspiele, Geschicklichkeitsübungen, Konzentrationsspiel, so wie eine Verkaufsaktion und die Vorführung des Films „Willi in Tansania„.(Datenschutzhinweis: Dieser Link führt zu einem externen Dienstleister)

Den sehr engagierten Lehrkräften und Schülern sei an dieser Stelle herzlichst für ihr Engagement für die Menschen in Afrika gedankt!

Außerdem gestalteten die Schüler des Berufsschulszentrum Kerzen für den Verkauf am Weihnachtsmarkt.

Veröffentlicht unter Aktionen

Tansaniareise: Georg und Monika Hahn

Heute fliegen Monika und Georg Hahn aus Hirschhaid nach Tansania. Ihre Reise findet unter der Fahne des Senioren Experten Service (SES) statt.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Tansaniareise

Ruandareise: Harry Hahn berichtet

Die Familie Hahn aus Günzburg ist wohlbehalten aus Runda zu Hause angekommen.

Veröffentlicht unter Ruandareise

Aktionen, Geschenke: Monatskalender – Afrikanische Momente 2014

Wir fertigen derzeit unsere Kalenderserie “Afrikanische Momente” als Monatskalender mit neuen Motiven für das Jahr 2014.

Ein Wochenkalender wird für das Jahr 2014 nicht mehr hergestellt.

Veröffentlicht unter Aktionen, Geschenke | Verschlagwortet mit

Ruandareise: Harry Hahn berichtet

Hierher, in den äußersten Südwesten Ruandas kommt nur der her, der hier her muss (so empfinde ich es). Von Kigali aus sind es 6-8 Stunden mit dem Auto. Man durchquert dabei ca. 2 Stunden einen tropischen Regenwald (Nationalpark Nyungwe forrest) mit Straßen mit westlicher Qualität, dann biegt man ab und gelangt in eine sehr ländliche, arme Gegend wo sich auch die NGO „Iriba Shalom“ befindet. Unser mit 8 Personen, Gepäck, 200 kg Zucker und 240 Stück Seife beladener Minibus schafft die nächsten 45 km mit besserer Schrittgeschwindigkeit. Ein tropischer Regenschauer mit entsprechendem Sturm rundet das Ganze ab.

Heute abend (Samstag, 19.10.) sitzen wir vor diesen 4 Frauen. Mir fällt ihr sehr gepflegtes Outfit, die Ausstrahlung und die ruhige Art der Präsidentin Antoinette auf, sich uns und ihre Arbeit vorzustellen. Sie sind die Verantwortlichen (committee) für „Iriba Shalom“. Sie betreuen hier mehrere hundert Personen auf vielfältige Weise. Sie erzählen uns von der Ist-Situation, von ihren Visionen und Plänen. Sie haben dazu eine Bar angemietet, da ihre Community noch keinen Versammlungsraum besitzt.

Stellvertretend will ich die linke Frau vorstellen. Ihr Name Bellancille. Sie ist von Beruf Lehrerin, hat eine einjährige IT-Ausbildung, arbeitete mehrere Jahre als Lehrerin, war dann im Schulamt tätig, später Schulrätin (Inspector), war dort u.a. für Finanzplanung (Budget) verantwortlich. Heute arbeitet sie im Accounting (Buchhaltung?) in einer Bank (Amaszerano Community Bank in Kamembe). Ehrenamtlich ist sie die Sekretärin von „Iriba Shalom“, ist im „Komitee“ für Witwenunterstützung, gibt den Jugendlichen Unterricht mit Computern. Ihr zweites Studium, Psychologie, hat sie abgebrochen, da sie sonst die Kosten für das Studium ihrer 4 Kinder nicht aufbringen könnte. Ihr Plan ist, das Studium „Clinical Psychology“ später fortzusetzen.

Veröffentlicht unter Ruandareise

Aktionen: Tansanianer sammeln Spenden für Menschen in Not in Deutschland

Eine ungewöhnliche Erfahrung machte Alinaswe, ein Freund von uns in Tansania. Ich (Michael Herold) informierte Alinaswe darüber, dass es auch in Deutschland arme Menschen gibt. Alinaswe sammelte für diese Menschen Spenden bei Bekannten von ihm. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Aktionen

Unterstützung: Lions-Club spendet 2000 Brillen

Dr. Sommer, ein Augenarzt aus Günzburg, übergab im Auftrag des Lions-Club dem Verein eine Brillenspende. Über 2000 Brillen, vermessen und gereinigt, werden mit dem Herbstcontainer nach Tansania verschifft. Die Brillen stellen wir Dr. Galla zur Verfügung. Dr. Galla betreibt eine Praxis auf dem Gelände der Schwesternschaft. Er versorgt dort im Monat ca. 2000 Patienten aus der ländlichen Gegend. In zahlreichen Telefonaten konnten wir herausfinden, dass es bereits Krankenhäuser gibt, die über ausreichend Brillen verfügen. Außerdem können Menschen vor Ort bereits Brillen aus China für ca. 2 Euro erwerben. Dennoch macht es Sinn, in abgelegenere Gegenden gebrauchte Brillen zu liefern. Die Menschen in der Umgebung von Brandt (der Sitz der Schwesternschaft) können sich in der Regel keine Brillen leisten. Viele Menschen sehen nicht mehr scharf. Andere haben Augenerkrankungen, die auch durch die lebenslange Arbeit in verrauchten Küchen zurückzuführen sind. Auch Augenprobleme wegen Diabetes können nur sehr schlecht behandelt werden. So müssen unterschiedlichste Augenleiden von Dr. Galla ebenso behandelt werden, wie Atemwegserkrankungen.

In diesem Zusammenhang sind wir auch sehr dankbar über Spenden von anderen Ärzten in Günzburg. Zum Beispiel kann der Verein mit dem Herbstcontainer OP-Tische nach Tansania schicken. Auch Verbandsmaterial und einfache ärztliche Utensilien werden dringend gebraucht.

Veröffentlicht unter Unterstützung | Verschlagwortet mit

Ruandareise: Harry Hahn berichtet

Heute abend waren wir bei Iriba Shalom eingeladen, einer NGO in der Hauptstadt Kigali. Diese betreuen eine gleichnahmige Kommunität im Südwesten von Ruanda. Die ländliche Gegend ist strukturell schwach entwickelt. Die Menschen leben unter sehr ärmlichen Bedingungen. Durch die Spende eines gebrauchten Laptops können wir der Kommunität bei unterschiedlichen Aufgaben helfen. Insbesondere die Kommunikation in dem abgelegenen Gebiet wird dadurch erheblich vereinfacht.

Veröffentlicht unter Ruandareise

Ruandareise: Harry Hahn berichtet

Wir konnten über 100 Brillen ausmessen und verteilen. Das war überwältigend, besonders die Dankbarkeit und Freude der Leute, die geduldig 2-3 Stunden warteten.

Eine besondere Genozidgedenkstätte: Hier auf einem Berggipfel hatten die französischen Soldaten am 27.6.1994 die noch übriggebliebenen Tutsi zusammengerufen, um sie dort angeblich besser verteidigen zu können. Sie sind dazu mit Lautsprechern durch die umliegenden Dörfer gefahren und die Leute hatten wieder Hoffnung auf Sicherheit vor den Mördermilizen der Hutu geschöpft. Als sich ca. 5000 Menschen auf den Berggipfel geflüchtet hatten, verabschiedeten sich die Franzosen für 3 Tage, wohlwissend, dass sich die Hutumilizen im Gebüsch versteckt hielten. Alle 5000 Tutsi fanden den Tod, waren sie jetzt eine besonders leichte Beute. Für unsere Gastgeber besteht der Skandal vor allem darin, dass Frankreich bis heute mit einer offiziellen Entschuldigung auf sich warten lässt. Wie wichtig wäre dies für Ruanda. Und so bedanken sie sich bei jedem ausländischen Besucher wie uns für die Beachtung und Wertschätzung durch den Besuch.

Schon mal eine Ananas gepflückt? Wir schon. Hier werden Ananas angebaut, und zwar handelt es sich dabei um ein offizielles staatliches Projekt, eine Initiative, in der Opfer und Täter gemeinsam zusammen arbeiten und leben sollen. Nur so hat Ruanda eine Chance. Das Besondere daran: Der Staat kommt auf die Christen (z.B. auf die Organisation „good news“) zu und bittet sie um Unterstützung. Wie soll all das Leid, das Unrecht, die Traumatisierung und der Hass verarbeitet werden? Wer kann wieder Vertrauen, Lebensmotivation, Frieden bringen? Ihre Botschaft lautet: Die einzige Chance für Ruanda ist Vergebung. Aber wie? Zunächst all die offenen Fragen an Gott, wie kannst du das zulassen? All die berechtigten Anklagen. Wir hören, dass Vergebung doch möglich ist und zwar durch eine eigene Erfahrung. Eine Erfahrung der Liebe Gottes im eigenen Herzen, sonst geht nichts. Ein Modell für unsere Konflikte? Tatsache ist, das wir nach der Besichtigung der Plantage mit tanzenden, fröhlich singenden Ruandern (Opfer und Täter gemeinsam!) zusammen waren. Sie haben für mich echte Freude ausgestrahlt. Eine offensichtliche Veränderung vom Trauma zu neuer Lebensfreude, die uns alle angesteckt hat. Wir sind jetzt endgültig in Afrika angekommen.

Veröffentlicht unter Ruandareise