Primary-School: Bau der Primaryschool 3. Bauabschnitt

Der Bau der Gundschule geht voran. Der Rohbau steht und der Innenausbau wurde begonnen.

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Primary-School: Bau der Primaryschool 2. Bauabschnitt

Der Bau der Schule geht zügig voran. Nachdem das Fundament fertiggestellt wurde, werden im nächsten Schritt die Module hergestellt und bearbeitet. Dazu wurden genügend Stahlträger aus Dar Es Salaam eingekauft und mit einem LKW nach Brand transportiert. Dort wurden sie von einem örtlichen Metallarbeiter geflext und geschweißt. Alinaswe kontrollierte die Schweißnähte. Jetzt werden die Module noch gegen Korrision behandelt und anschließend auf das Fundament gestellt.

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Primary-School: Bau der Primaryschool

Nach langer Vorbereitungszeit konnte im Januar 2019 der Bau der Grundschule begonnen werden. Der Bau des Fundaments ist bereits weitestgehend abgeschlossen. Die Schule wird nach dem gleichen Bauprinzip wie der Kindergarten erstellt.

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Aktionen: Hasenprojekt als Schülerfirma in Tansania

Eine Gruppe von Lehrern und Lehrerinnen startete ein vom Verein finanziertes Projekt, bei dem es um Hasenzucht geht. Dieses Projekt soll nach der Erprobungsphase als Schülerfirmenprojekt in einigen Schulen ausprobiert werden. Weiterlesen

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Kenia: Weihnachtsaktion des Bunsengymnasiums in Heidelberg

Die Schüler und Lehrer des Bunsengymnasiums in Heidelberg spendeten die Kollekte des Weihnachtsgottesdienstes an das Straßenjungenhaus in Kenia. Außerdem sammelten die Fünftklässler bei ihrer Plätzchenbackaktion für das Projekt. Insgesamt kamen dabei fast 1000 Euro zusammen. Weiterlesen

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Kenia: Straßenkinder in Kenia

Der Verein „Die Brücke e.V.“ beschließt, den Verein „Global Hope Rescue and Rehabilitation Centre“ (kurz GHRRC) aus Kenia zu unterstützen.

GHRRC ist ein Heim für Straßenjungen aus den Slums Nairobis zwischen 7 bis 20 Jahren. Ziel ist ihnen eine Schulbildung, Nahrung und ein Dach über dem Kopf zu geben und sie in ein Leben mit einem Job und Perspektive zu führen. Weiterlesen

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Eindrücke aus Tansania: Fotos aus Tansania 2018

Aufgrund einiger Urlaubsfotos die hier gezeigt werden, wird vom Vorstand des Vereins ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Flüge, Unterkunfts- und Verpflegungskosten von jedem Reiseteilnehmer selbst zu tragen sind. Der Verein bezahlt vor Ort ausschließlich Kosten, die direkt mit den Projekten des Vereins zu tun haben.

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Eindrücke aus Tansania: Eine ganz andere Kultur

Wochenmarkt in Chimala, einer kleinen Siedlung im Süden von Tansania: Eine holprige Lehmpiste führt von der Nationalstraße zu einem Gelände, wo viele Marktstände unter Strohdächern vor der Sonne Schutz finden. Etwa scheu werden wir betrachtet, Michael, Tobias und Susanne Herold, Ulrich Wachter und Peter Berger, fünf Mitglieder des Vereins „Die Brücke“ aus Günzburg.

Hier gibt es fast alles für den täglichen Bedarf: viel frisches Obst, Mangos, Melonen, Ananas, Passionsfrucht, Avokado; Orangen ordentlich auf dem Boden oder auf Tischen zu kleinen Pyramiden gestapelt, zum Teil mit frisch abgeschabter Außenschale; große Säcke Reis, Bohnen und Erbsen; Süßkartoffeln und Zuckerrohr, Gewürze, Cashewkerne und Erdnüsse; aber auch Kleider, großenteils gebraucht, manchmal mit deutschen Aufschriften; Stoffe mit buntem Ketenge-Muster zum Selberschneidern werden als Sonderangebot verscherbelt; und jede Menge Schuhe, etwa aus alten Autoreifen gebastelte Flip-Flops. Auch Kleinmöbel und Autoersatzteile findet man hier. Und Geflügel oder Kaninchen in lebendigem Zustand.

Etwas scheu beobachtet man die Fremden, die Wasungu, wie man die Europäer hier nennt. Hier zu sein mit unserer bleichen Hautfarbe heißt: ständig Aufsehen erregen. Aber die Distanz ist zumindest vorläufig schnell überwunden, sobald man den Blicken nicht ausweicht. Ein Lächeln wird sofort erwidert. Man ist schnell beim Handschlag und in den Handel verwickelt. Die Sprache bleibt aber das große Hindernis. Man spricht Kiswahili, die Nationalsprache Tansanias, und eine der lokalen Stammessprachen – der Maasai, der Hehe, der Nyamwanga, der Sukuma – und ein wenig Englisch, das aber für europäische Ohren sehr fremdartig klingt. Für ein paar Scherze mag das reichen, die fröhlich erwidert werden. Ob man sich verstanden hat, bleibt offen. Die Leute sprechen hier fast alle zwei bis drei Sprachen! Dank der Volksschulbildung in den lokalen Primary-Schools. Die Schulbildung zu fördern, in dem kleinen Dorf Brand in der Nähe von Chimala, ist das große Anliegen, das die Mitglieder der „Brücke“, einer NGO aus Günzburg, hierhergeführt hat.

Die Gesellschaft Tansanias ist vielschichtig. Neben dem Nationalstaat Tansania existieren Stammesverbände mit Chiefs, Papas genannt. Deren Einflussbereich ist nicht an nationale Grenzen, die von den Kolonialmächten gesetzt wurden, gebunden. Ebenso gelten innerhalb der Stammesverbände eigene Regeln. Die Rolle alter Männer und Frauen, die innerhalb der Clans Rechtsprechung betreiben und Konflikte lösen, spielen im Alltag der Menschen eine wichtige Rolle.  Nicht selten errichten sie durch die Macht von Magie und Hexerei ein Angstsystem, wenden diese Rituale aber auch für Heilungserwartungen an. Fremden wird erst nach langer Zeit des Vertrauens diese Kultur zugänglich gemacht. Der mit dem Mzungu aus Europa zusammenarbeitende Tansanianer schämt sich wegen dieser Kultur, die er zwar als notwendig, aber auch rückständig empfindet. Oftmals scheitern Projekte, die von hilfswilligen Europäern und Amerikanern initiiert werden, wenn diese Hierarchien und  Regeln nicht einbezogen werden. Auch die Nationalregierung kämpft mit diesen Strukturen.

Die Akteure des Vereins „Die Brücke e.V.“ müssen sich in diese Kultur hineinwühlen, um erfolgreich und verantwortungsvoll Spendengelder so einzusetzen, dass sie den Menschen vor Ort helfen, ihre Lebenswirklichkeit zu verbessern. Beim Bau des Kindergartens (die Günzburger Zeitung berichtete darüber) wurde im letzten Moment bemerkt, dass zwar die lokalen Politiker, aber nicht die Clanchefs vor Ort bei der Projektimplementierung einbezogen waren. In einer stundenlangen Versammlung wurde den sehr alten Autoritäten, Männern und Frauen,  das Projekt vorgestellt. Es wurde diskutiert, wie die Erziehung im Kindergarten und in der Schule Kinder und damit die Tradition und die Zukunft beeinflussen könnte. Die Alten stimmten zu und legten so die Grundlage für das geplante Schulzentrum, welches vom Verein „Die Brücke e.V.“ Schritt für Schritt aufgebaut wird.

Mit dem Projekt „Bau einer Primary-School“ wird der pädagogische Ansatz des Kindergartens weitergeführt. Der tansanianische Staat erklärte sich bereit, die Gehälter der Lehrkräfte zu bezahlen, wenn im Gegenzug der Verein „Die Brücke“ sich in der Lehrerfortbildung engagiert und die Schule für alle Kinder, egal welchen Einkommens und welcher Ethnie und welcher Religion zugänglich ist. Das bedeutet vor Ort, dass keine Schulgelder bezahlt werden müssen und sich die Kinder verschiedener Ethnien und Sprachen und Religionen vermischen (die verschiedenen Stämme leben in eigenen Dörfern dicht nebeneinander und trotzdem strikt getrennt). Das Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen ist vor Ort ohne Konflikte möglich und es werden sehr innige Freundschaften zwischen Christen und Muslimen gepflegt. Die Nomadenstämme (Massai und Sukuma) werden von den sesshaften Stämmen tendenziell verachtet. Im Kindergarten aber spielen alle Kinder miteinander und lernen die gemeinsame Nationalsprache Kiswahili. Da sie Schuluniformen tragen verschwinden die äußeren Zeichen der Stammeszugehörigkeit. Außer dem Kopftuch bei islamischen Mädchen gibt es keine Unterscheidungsmerkmale. Dieses Miteinander wird in den Schulen fortgesetzt und vom Staat massiv gefördert, denn eine Weiterentwicklung des Landes kann nur durch die Stärkung des Nationalstaates erfolgen auf Kosten des Einflusses und der Identitätsbildung der Stämme. Eine Heirat zwischen verschiedenen Stämmen und Religionen ist inoffiziell aber völlig ausgeschlossen und würde zu einem Ausschluss aus dem Clan nach sich ziehen, denn der Clan entscheidet, wer wen heiraten darf.

In der geplanten Primary School engagiert sich der Verein „Die Brücke e.V.“ nach Vorgaben der tansanianischen Schulbehörden und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, in der Lehrerfortbildung. Von beiden staatlichen Institutionen wird nämlich ein Konzept gesucht, welches einen Weg zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung innerhalb der Traditionen der Menschen möglich macht.

Neben der Ernährungssicherung müssen Kinder lernen, wie man Landwirtschaft so betreibt, dass Überschüsse erzielt werden und diese dann durch Wertschöpfung auch zu Geld verwandelt werden. Mit diesem Wissen kann ein selbstgestaltetes Leben gelingen. Daher müssen die Kinder in der Schule lernen, wie man als Investor Geld verdienen kann. Selbständiges Denken, Mut zur Eigeninitiative, Sinn für wirtschaftliches Handeln sind die Schlagworte, die für den  Verein  „Die Brücke“ dem Begriff Nachhaltigkeit ein Zielfähnchen aufstecken.

Hier schlummern in Tansania  eine Menge Kapazitäten: ein fruchtbares Land, eine bewundernswerte Fähigkeit, sich mit einfachen Mitteln zu behelfen, die selbstverständliche gegenseitige Hilfsbereitschaft.  Was hier im ländlichen Raum fast ganz fehlt, sind kleine Betriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. solche Betriebe müssen aber auch betriebswirtschaftlich geführt werden können. Vielleicht können dort auch Arbeitsplätze entstehen und der Betrieb könnte expandieren und so besser qualifizierten Menschen eine Anstellung gemäß ihrer Qualifikation ermöglichen. Das wäre ein Mittel gegen die Landflucht, die viele junge Leute dazu bringt in die Großstädte zu ziehen und von dort nach Europa, weil sie in Chimala oder Das Es Salam keine Perspektive sehen ihr Leben selbständig zu gestalten.

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Primary-School: Vorbereitung des Projektes „Bau einer Primary-School“

Die Arbeitswoche in Tansania war sehr intensiv. Wir trafen uns mit der Schwesternschaft, Planson Choosi (Lehrer und Freund von uns), Lehrern und Pfarrern aus dem Seminar in Kiduagala und Bischof Mengele in Njombe.

Bei allen Gesprächen ging es um die Frage, wie eine Lehrerbildungsunterstützung von unserer Seite aus aussehen könnte. Dabei wurden viele Fragen bezüglich der Möglichkeiten diskutiert, was vom Verein „Die Brücke“ erwartet wird. Weiterlesen

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Eindrücke aus Tansania: Ankunft in Chimala

Am frühen Morgen ladeten die Teilnehmer der diesjährigen Reise (Susanne, Michael und Tobias Herold, so wie Peter Berger und Ulrich Wachter) in Mbeya.

Auf dem Hinflug probierten wir zum ersten mal eine Einreise über Sansibar airport aus. Familie Herold flog einige Tage vor dem Rest der Gruppe ab. Da wir nur sehr wenige Passagiere an Bord der Kenia airways Maschine waren, plauderten wir mit den Flugbegleitern. Die gesamte Crew waren Christen, die vor jedem Flug gemeinsam beten, wurde uns erklärt.

In Sansibar verbrachten wir einige erholsame Tage am Strand und trafen uns in Stonetown mit der anderen Reisegruppe. Gemeinsam setzten wir mit der Fähre bei schönem Wetter mit hohen Wellen mit einer Schnellbootfähre zum Festland über. Von Dar es Salaam aus ging es mit dem Flugzeug nach Mbeya weiter. Im Flieger lernten wir Herrn Urs Klauser mut seiner Frau und seinem Sohn mit Frau und Kindern kennen.

Herr Klauser besuchte Mbeya seid 20 Jahren zum ersten mal wieder. Er gehörte zu der Generation, die in der Gegend beim Aufbau der Strukturen und Beziehungsnetzwerke beteiligt war, in denen wir uns jetzt als nächste Generation bewegen. Viele gemeinsame Bekannte konnten wir entdecken. Solche Netzwerkverbindungen sind für unsere Arbeit immer sehr wichtig.

Alinaswe holte uns am Flughafen ab umd für die Reiseteilnehmer begann ein Eintauchen in die Tansanianische Kultur.

Sehr offen erklärte Alinaswe geduldig alle Fragen. Von der Rolle der Frau, Genitalberstümmelumgen, Hexen und Zauberglaube, Politik und Wirtschaft.

Wir besuchten außerdem den lokalen Samstagsmarkt, erlebten nie gekannte gulinarische Erfahrungen unterschiedlichster Früchte, Wurzeln und anderer Gewächse und machten uns dann Zuckerrohrkauend auf den Weg zur Unterkunft.

Nach einer Rast besuchten wir Eliad Siwelwer mit seiner Frau und Alinaswes Familie mit dem kleinen John.

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